Gemeinschaftsprojekt „SynergieRegion“ mit 4 Millionen Euro gefördert

Gemeinschaftsprojekt „SynergieRegion“ von ARENA2036
Gemeinschaftsprojekt „SynergieRegion“ von ARENA2036

Innovationswettbewerb

  • Forschungscampus ARENA2036, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart und elf weitere regionale Industrie- und Forschungspartner, darunter Balluff, treiben 5G-Forschung voran
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt das Projekt

Stuttgart - Das Gemeinschaftsprojekt „SynergieRegion“ von ARENA2036, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, Universität Stuttgart, den Fraunhofer-Instituten IPA und IAO sowie den Unternehmen Balluff, NAiSE, Nokia, Pilz, Bosch, SPIE, Trumpf und Unisphere wird jetzt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit vier Millionen Euro gefördert. Die „SynergieRegion“ erhält die Förderung im Rahmen der BMVI-Ausschreibung „5G-Umsetzungsförderung im 5G-Innovationsprogramm“. Ziel der „SynergieRegion“ ist es, neue 5G-Anwendungen für Smart City und Industrie 4.0 auf lokal begrenzten Testfeldern, wie etwa dem 5G-Testbed am Forschungscampus ARENA2036, in der Region Stuttgart gemeinsam zu erforschen.

Forschungsprojekt „SynergieRegion“

Das Forschungsprojekt „SynergieRegion“ erforscht gemeinsam mit Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft neue 5G-Anwendungen für Smart City und Industrie 4.0.

„Mit der ‚SynergieRegion’ wird die regionale Wirtschaft bei der Entwicklung und Erprobung konkreter 5G-Anwendungen unterstützt. Denn die im Projekt untersuchten Anwendungsideen stammen direkt aus dem Alltag hiesiger Unternehmen“, sagt Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der WRS, die das Gemeinschaftsprojekt „SynergieRegion“ leitet. „Die Förderung durch den Bund ermöglicht es uns nun, unser Projekt zu realisieren und den Wirtschafts- und Forschungsstandort Region Stuttgart dadurch nachhaltig zu stärken.“

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat mit einem erfolgreichen Konzept in der Wettbewerbsphase die Grundlage des Projekts geschaffen und ist Partnerin des Projekts. Ines Aufrecht, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt, betont: „Die bearbeiteten Anwendungsszenarien, insbesondere in den Bereichen Smart City und Industrie 4.0, stärken den Wirtschaftsstandort passgenau. So unterstützen wir die in Stuttgart und der Region ansässigen Unternehmen dabei, die entscheidenden Schritte bei der Entwicklung und Erprobung konkreter 5G-Anwendungen für moderne Produktionssysteme und den urbanen Raum voranzugehen.”

„Die Stärke von ARENA2036 ist die Schaffung von Synergieeffekten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft. Das Projekt bietet uns die Chance, die Potenziale von 5G als Industrie 4.0-Schlüsseltechnologie zu heben und so gemeinsam die Zukunft der Produktion mitzugestalten.” so Peter Froeschle, Geschäftsführer des Forschungscampus ARENA2036.

Im Rahmen des Projekts werden in den kommenden drei Jahren unterschiedliche Anwendungsfälle erforscht, um die Potenziale der 5G-Technologie nutzbar zu machen. In einem ersten Teilprojekt legen Balluff, Nokia, Robert Bosch, SPIE und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) ihren Schwerpunkt auf die vernetzte Fertigung. Hierauf aufbauend fokussieren sich Balluff, NAiSE, Nokia, Pilz und Trumpf sowie das Fraunhofer IPA zusammen mit dem Institut für Fördertechnik und Logistik und dem Institut für Automatisierungstechnik und Softwaresysteme der Universität Stuttgart auf Positionsbestimmung mit 5G in verschiedenen Anwendungsfällen der Logistik, Intralogistik und der vernetzten Fertigung – also auf einen zentralen Baustein der Industrie 4.0. Parallel dazu werden die gewonnenen Erkenntnisse auf Smart City-Pilotanwendungen übertragen. Hierbei werden Nokia, das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart gemeinsam mit Unisphere verschiedene Einsatzbereiche von Drohnen zur Unterstützung von Betriebs- und Wartungsabläufen sowie für die Logistik testen.

„Daten zu erzeugen, zu transportieren und zu verarbeiten, ist unsere Domäne. Unsere Lösungen helfen dabei, Produktionsprozesse in einer vernetzten Fertigung zu verbessern. Dieser kontinuierliche Fortschritt kann nicht ohne die entsprechende Forschungsarbeit gelingen“, ist sich Balluff Geschäftsführer Florian Hermle sicher. Balluff wird mit seinem Wissen im Bereich der Sensortechnologie und der industriellen Automatisierung die Arbeit innerhalb der Teilprojekte unterstützen. Der Automatisierungsspezialist sieht in der Entwicklung neuer 5G-Anwendungen großes Potenzial für die intelligente Vernetzung von Maschinen, Fertigungsanlagen und ganzer Fabriken. „Deshalb freuen wir uns sehr darüber, Teil dieses Netzwerks zu sein und auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Forschung zu leisten“, so Hermle.

Zum Unternehmen Balluff

1921 in Neuhausen a. d. F. gegründet, steht Balluff mit seinen 3600 Mitarbeitern weltweit für innovative Technik, Qualität und branchenübergreifende Erfahrung in der industriellen Automation. Als führender Sensor- und Automatisierungsspezialist bietet das Familienunternehmen in vierter Generation ein umfassendes Portfolio hochwertiger Sensor-, Identifikations-, Netzwerk- und Softwarelösungen an.

Im Jahr 2019 verzeichnete die Balluff Gruppe einen Umsatz von rund 469 Mio. Euro. Neben dem zentralen Firmensitz in Neuhausen a. d. F. verfügt Balluff rund um den Globus über Vertriebs-, Produktions- und Entwicklungsstandorte und ist mit 38 Tochtergesellschaften und weiteren Vertretungen in 68 Ländern aufgestellt. Dies garantiert den Kunden eine schnelle weltweite Verfügbarkeit der Produkte und eine hohe Beratungs- und Servicequalität direkt vor Ort.