Im industriellen Umfeld mit RFID und Barcode-Readern identifizieren

Mit industriellen Identifikationssystemen stellen Sie sicher, dass in einer automatisierten Produktion die richtigen Teile in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ankommen – z.B. beim Asset-Tracking, der Produktionskontrolle oder der Intralogistik. Die Systeme sichern Qualität und helfen Ihnen, die Kosten zu senken.

Wenn Sie ein Objekt in der Produktion zur Materialfluss-Steuerung eindeutig identifizieren möchten, benötigt es einen Datenträger. Dies kann z.B. ein RFID- oder Barcode-Label oder ein aufgedruckter Barcode sein.

Bewegt sich das Objekt mit dem Datenträger durch die Fertigung, kann an jeder Stelle, an der das Objekt identifiziert werden soll, ein geeignetes Gerät die Daten (z.B. eine Seriennummer) aus dem Datenträger auslesen. Diese Daten werden an eine Auswerteeinheit übermittelt, die sie wiederum an eine SPS, einen PC oder eine übergeordnete IT-Ebene weiterleitet. Die Daten können dann genutzt werden, um Entscheidungen über Produktion oder Qualität zu treffen.

Grundsätzlich stehen Ihnen für die Identifikation zwei Technologien zur Verfügung: RFID, die Radio Frequency Identification, die mit Funkwellen arbeitet, und Barcode-Reader, die Bilder aufnehmen und sie mithilfe von Software analysieren.

Identifikations-Technologien

RFID

RFID-Systeme gibt es für den Ultrahochfrequenz (UHF)-, Hochfrequenz (HF)- und Niederfrequenz (LF)- Bereich. Sie bestehen typischerweise aus drei Komponenten: Datenträger (zur Datenspeicherung), Schreib-/Lesekopf oder Antenne (zur Datenübertragung) und Auswerteeinheit (zur Datenkommunikation).

  • UHF bietet die Kommunikation mit Datenträgern in bis zu 6 m Entfernung und das gleichzeitige Lesen von mehreren Datenträgern (Multi-Tagging).
  • HF ermöglicht aufgrund der hohen Geschwindigkeit die Teileverfolgung im Nahbereich bis 400 mm. Datenträger gibt es mit verschiedensten Eigenschaften (z.B. für Hochtemperatur, mit großem Speicher und zur Montage auf Metall).
  • Datenträger im LF-Bereich eignen sich gut für schwierige Bedingungen beispielsweise für die Metallumgebung. Sie werden daher häufig in der Werkzeugidentifikation eingesetzt.

Barcode-Reader

Barcode-Reader lesen 1D- und 2D-Barcodes. Ihre Reichweite erstreckt sich von ein paar Millimetern bis zu mehreren Metern.

Themen-Übersicht:

Asset-Tracking – Wirtschaftsgüter mit RFID und Barcode-Readern rückverfolgen

Work-in-Progress – die Produktion in einer automatisierten Montage mit RFID kontrollieren

Intralogistik – den Materialfluss mit RFID bereichsübergreifend steuern

E-Kanban – die Materialversorgung an der Fertigungslinie mit RFID sicherstellen

Verwandte Themen

Grundlagen – Definitionen

Produktsortiment – RFID

Produktsortiment – Machine Vision und Optische Identifikation

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Identifizieren – eine Einführung