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25.07.2022

Erfolge, die stolz machen

Die Geschäftsführung von Balluff lädt zum Tischgespräch ein. In herausfordernden Zeiten führen sie ein offenes Gespräch über Wachstumspläne, Kundenerfolge und den Fortschritt in der Digitalisierung. Die Balluff Newsroom-Redaktion berichtet.

Erfolge, die stolz machen

Sie haben Balluff durch die vergangenen Jahre gesteuert. Eine Zeit des Wandels – nicht gemächlich, sondern mit hoher Taktung. Wie gehen Sie, Ihre Mitarbeitenden und Kunden damit um?

Katrin Stegmaier-Hermle: In Zeiten starken Wandels ist Anpassungsfähigkeit gefragt. Egal ob der Transformationsprozess in der Automobilindustrie, die Beeinträchtigung globaler Lieferketten, die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Folgen für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft – für uns als Führungsteam standen und stehen die unterschiedlichsten Themen auf der Agenda. Wir sprechen von einer Situation, die von Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt ist. Ich formuliere es persönlich lieber positiv als Herausforderung: Da haben wir uns alle sehr schnell weiterentwickelt und viel gelernt. Diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen und am Ende gemeinsam erfolgreicher wieder herauszukommen – ist und war unser Ziel.


Diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen und am Ende gemeinsam erfolgreicher wieder herauszukommen – ist und war unser Ziel.

Katrin Stegmaier-Hermle, Balluff Geschäftsführerin


Hat sich in dieser ungewissen Zeit geändert, wie Sie Erfolg definieren?

Florian Hermle: Erfolg hatte und hat für uns immer schon zwei Bausteine: Erfolgreich sind wir dann, wenn wir unsere Unternehmensziele erreichen. Alle Mitarbeiter tragen dazu bei. Diesen Beitrag zu kennen und aktiv beeinflussen zu können, ist heute wichtiger denn je. Der wichtigste Taktgeber ist unser Kunde. Deshalb fokussieren wir uns klar darauf, einen echten Wertbeitrag zu leisten. Denn Kundenerfolg ist immer auch unser Erfolg. Den erreichen wir mit Hartnäckigkeit, Leidenschaft und dem individuellen Einsatz unserer Mitarbeiter, aber eben auch mit einer guten Unternehmenskultur. Denn: Unsere Mitarbeiter sind Balluff. Ihnen verdanken wir unsere führende Rolle in der industriellen Automation. Wir sehen es als unsere Pflicht, zu befähigen und zu unterstützen. Sie sollen sich wohlfühlen, Familie und Beruf gut vereinbaren, und dementsprechend Hochleistung bringen können.

Katrin Stegmaier-Hermle: Auf die Erfolge im Jahr 2021 sind wir in diesem Zusammenhang besonders stolz. Das Balluff-Team hat unter wirklich schwierigen Bedingungen viel erreicht. Und das in bereichsübergreifender, globaler Zusammenarbeit. Das war eine Belastungsprobe, die die Leistungsfähigkeit unserer Organisation ganz klar sichtbar gemacht hat.

Ganz konkret: Was sind die Ziele, die Sie sich für die kommenden Jahre gesteckt haben und wie wollen Sie diese erreichen?

Florian Hermle: Das “Was” ist klar. Wir wollen an bisherige Erfolge anknüpfen und weiterwachsen. Jetzt zum “Wie”: Um das nachhaltig und kontinuierlich zu schaffen, konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenz, also die industrielle Automatisierungstechnik. Entscheidend für den Erfolg sind zwei Themen: Globalisierung und Digitalisierung. Wir denken in drei Weltregionen, und richten unseren Vertrieb danach aus. Unser Geschäftsbereich Business Development spezialisiert sich genau darauf: neue Geschäftsfelder systematisch global aufzubauen. Auch die Digitalisierung treiben wir im ganzen Unternehmen weiter voran. Diese beiden Schwerpunkte ziehen sich durch alle Standorte und Bereiche, von den Teams bis zum fertigen Produkt. Wir sehen uns da klar in der Pflicht, alle unsere Divisionen entsprechend zu befähigen. Zahlreiche Initiativen laufen bereits – und erste Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Die Geschäftsführung ist sich einig: Die herausfordernden letzten Jahre haben gezeigt, wie stark das globale Balluff Team ist.

Können Sie uns einige Beispiele erfolgreicher Initiativen nennen?

Florian Hermle: Gerne – insbesondere unsere neuen Strategic Incubation Programs (SIPs) und der weiterentwickelte Product Introduction Process (PIP) helfen uns, schneller zu werden und Geschäftsideen schon früh mit dem Kunden zu verproben. Auch hier spielt Digitalisierung eine wichtige Rolle: Unsere Initiative „Digital Backbone“ hilft uns zum Beispiel, den ganzen Product Life Cycle digital abzubilden, von der Stückliste bis zum Digital Twin. Das beschleunigt die Entwicklungszeit und damit letztlich auch die Time-to-Market maßgeblich. Weil wir wachsen, erweitern wir außerdem bereits jetzt unsere Fertigungskapazitäten. Ziel ist es, das Logistiknetzwerk noch stärker auf die regionalen Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Denn die sind ja dank des Balluff Webshops nur noch „einen Maus-Klick“ von uns entfernt.

Eine Stärke von Balluff ist die Zuverlässigkeit und hohe Lieferverfügbarkeit. Wie begegnen Sie dem Komponentenmangel und werden den Ansprüchen weiterhin gerecht?

Frank Nonnenmann: Wir haben 2021 eine spezielle „Task-Force“ ins Leben gerufen, die in dieser unsicheren Zeit wichtige Arbeit leistet. Drei Maßnahmen sind zentral: Erstens beziehen wir Experten aus allen Unternehmensbereichen mit ein, um unsere Produktionsmengen den Prioritäten der Kunden zuzuordnen. Das schafft Struktur. Zweitens haben wir im Einkauf sehr viele zusätzliche Lieferquellen erschlossen, und drittens arbeiten wir parallel an alternativen Technologien, um Engpässe zu umgehen. Die Kombination ermöglicht es uns, so zuverlässig und lieferfähig wie möglich zu bleiben.


Der Webshop hilft enorm: So sind wir 24/7 für unsere Kunden erreichbar. Bestellungen werden automatisch in unser globales Warenverteilzentrum in Neuhausen durchgereicht und schnellstmöglich ausgeliefert.

Frank Nonnenmann, Balluff Geschäftsführer


Wie gelingt es in Zeiten von Pandemie und Digitalisierung, den Balluff typischen direkten Draht zum Kunden beizubehalten?

Frank Nonnenmann: Der Webshop hilft enorm: So sind wir 24/7 für unsere Kunden erreichbar. Bestellungen werden automatisch in unser globales Warenverteilzentrum in Neuhausen durchgereicht und schnellstmöglich ausgeliefert. Die Zahlen zeigen: Unsere Kunden wissen das zu schätzen. Immer mehr unserer Lieferabrufe und Bestellungen passieren hier.

Wie funktioniert die digitale Kundenkommunikation?

Frank Nonnenmann: Da ist Digitalisierung immer ein Balanceakt: Analoge Treffen sind uns nach wie vor wichtig, gerade beim Aufbau von Kundenbeziehungen oder aber auch um gemeinsam Lösungen zu finden. Aber in der Regelkommunikation sind wir effizienter geworden. Schnelle, unkomplizierte Abstimmungswege, sei es per Video oder mit anderen digitalen Tools, sparen unseren Experten viel Zeit und erlauben ihnen, mehr von dem zu tun, was sie am besten können: Innovative Produkte und Lösungen für die Industrie zu entwickeln.

Von großen Kundenerfolgen über den Digitalisierungsfortschritt bis hin zu nachhaltigen Wachstumszielen gibt es vieles zu besprechen.

 

Eines der neuen Produkte ist das Balluff Engineering Tool (BET), eine Software zur Konfiguration von IO-Link-Komponenten. Wie sieht der Zukunftsplan für die Software aus?

Florian Hermle: Das BET hilft bei der Parametrierung von IO-Link-Geräten, und zwar herstellerunabhängig, mit einfacher Bedienungsoberfläche, durch alle Arbeitsschritte hinweg. Software unterscheidet sich aber in einer Hinsicht von klassischer Produktentwicklung: Sie ist eigentlich nie fertig, sie wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wir sehen das als Chance, weil es uns ermöglicht, flexibel auf Kundenanforderungen einzugehen. Wichtig ist, dass das BET unsere Produkte ergänzt und bereichert. Das ist auch unser Anspruch für künftige Software: Wir denken vorausschauend und bieten unseren Kunden so Leistungen, die die Bedienung von Hardware erleichtern.

 

Ein anderes wichtiges Zukunftsthema ist Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells entscheidet immer häufiger über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt Balluff?

Florian Hermle: Den gleichen Respekt, den wir Mitarbeitern entgegenbringen, haben wir auch für unsere Umwelt. Ressourcenschonendes Arbeiten ist für uns selbstverständlich, deshalb reduzieren wir stetig unseren CO2-Fußabdruck. Wir orientieren uns bei allen wichtigen Entscheidungen an Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Nachhaltigkeit umfasst viele Dimensionen – aktuell bewerten wir die verschiedenen Aspekte und priorisieren, in welcher Reihenfolge wir diese bearbeiten.

Katrin Stegmaier-Hermle: Auch Sozialverantwortung ist für uns ein wichtiges Thema. Wir unterstützen lokale Einrichtungen wie die Kinderkrebshilfe Tübingen oder fördern Kindergärten und Schulen. Mit zunehmender Globalisierung bauen wir natürlich auch diese Initiativen international aus: Wir engagieren uns in der amerikanischen Alzheimer Foundation, im Mexikanischen Verein „Niños y niñas de la sierra“ und helfen der Steinford Toy Association, die sich um bedürftige Kinder kümmert. Solidarität und Weitblick sind unsere Basis, und das wollen wir beibehalten.

 


Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark das Balluff Team ist. Wir haben talentierte Kollegen aus der ganzen Welt, die Verantwortung übernehmen wollen und auch können.

Florian Hermle, Balluff Geschäftsführer


Lassen Sie uns zum Schluss noch einen Ausblick in die Zukunft wagen. Bei Balluff arbeiten weltweit 3600 Mitarbeiter in 61 Ländern. Wie wird das Unternehmen sich weiterentwickeln?

Florian Hermle: Wir sehen uns trotz aller globalen Herausforderungen gut aufgestellt. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark das Balluff Team ist. Wir haben talentierte Kollegen aus der ganzen Welt, die Verantwortung übernehmen wollen und auch können. Und genau so werden wir weiterarbeiten: lösungsorientiert, wertschätzend, auf Augenhöhe. Am Ende des Tages sind unsere Mitarbeiter Balluff. Und das ist ein Team, auf das wir wirklich stolz sein können. Deshalb blicken wir selbstbewusst in die Zukunft.